Was ist Nachhaltigkeit?

Das Konzept der Nachhaltigkeit hat eine lange Vergangenheit, jedoch eine recht kurze Geschichte. Frühere Zivilisationen waren darauf angewiesen, nicht mehr zu verbrauchen, als ihre Umwelt ihnen gab. Am deutlichsten wird dies bei der Waldwirtschaft. Pflegt man den Wald und entnimmt nur so viel Holz, wie von selbst nachwächst, hat man unendlich lange etwas von der Ressource Wald. Entnimmt man hingegen dauerhaft mehr als nachwächst, ist der Wald irgendwann verschwunden und mit ihm das wertvolle Brenn- und Bauholz.


Nachhaltigkeit begann im Wald

Das Wort „nachhaltig“ wurde zuerst in der deutschen Holzwirtschaft geprägt. Seine Bedeutungserweiterung auf andere Bereiche wie zum Beispiel auf den Ökostrom erfuhr es allerdings erst in der englischen Übersetzung „sustainable“.
Zum ersten Mal im Umweltkontext erschien das Wort „sustainable“ in der Publikation „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome, eines der Gründungsdokumente des modernen, ganzheitlichen Umweltschutzes.


Seit dem Umweltgipfel der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro 1992 hat das Verursacher-Prinzip in die öffentliche Diskussion Einzug gehalten und das Konzept der Nachhaltigkeit im Umweltschutz fand allgemeine Anerkennung.
Vielleicht sogar, ohne dass Menschen den Begriff als solchen genau kennen. Denn wer mit dem Fahrrad zum Einkaufen fährt statt mit dem Auto, sein Altglas zur Sammelstelle bringt, sein Zuhause gut isoliert und sparsam heizt oder Ökostrom bezieht, der handelt nachhaltig.